Psychoonkologie

„Dennoch und trotzdem!“

Krebserkrankungen bei sich selbst, Angehörigen oder Nahestehenden werden als existentielle Bedrohung erlebt. Erdbebengleich stürzt die vertraute Lebensselbstverständlichkeit ein. Ängste, Panik, Gefühle von Verlassenheit, Verlorensein, Abgründen, Verzweiflung und Hilflosigkeit können mich ergreifen. Angesichts der anstehenden Therapie- und Lebensentscheidungen kann ich mich überfordert fühlen.

Wie kann ich jetzt zu sinnvollen und stimmigen Entscheidungen finden? Wo und wie kann ich über meine Ängste, über Kranksein, Sterben und den Tod sprechen? Was bedeutet es für mich, ein lebenswertes Leben mit einer solch schweren Krankheit zu führen? Wie können meine Angehörigen und ich auch in dieser Zeit zueinander finden und diese Anforderungen meistern? Wie kann ich mich mit der neuen Situation zurecht finden?

All diese Fragen können Inhalt einer psychoonkologischen Beratung sein. Ebenso die Fragen, die sich in einer sogenannten palliativen Situation stellen, in der eine Ausheilung der Krankheit nicht möglich ist – aber ein lebenswertes Sein, „dennoch und trotzdem!“.